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Konsent
Kurzdefinition
Ein Entscheidungsprinzip aus der Soziokratie: Ein Vorschlag gilt als angenommen, wenn niemand einen schwerwiegenden und begründeten Einwand hat. Anders als beim Konsens müssen nicht alle aktiv zustimmen.
Konsent ≠ Konsens
| Konsens | Konsent |
|---|---|
| Alle müssen aktiv Ja sagen | Niemand hat einen schwerwiegenden Einwand |
| Führt oft zu Verwässerung und Langsamkeit | Ermöglicht schnelle, tragfähige Entscheidungen |
| „Sind alle einverstanden?” | „Kann jemand diesen Vorschlag nicht mittragen?” |
Die Konsent-Frage
„Gibt es einen schwerwiegenden, begründeten Einwand gegen diesen Vorschlag?”
Anwendung bei jumankai
- Strategische Entscheidungen in Kreisen
- Rollenübernahme: Menschen übernehmen Aufgaben nur, wenn es tragfähig ist
- Projektannahme/-ablehnung: Veto-Recht des Evolutionären Kompass bei Grundwerte-Verletzung
Abgrenzung zum Vetorecht
Der Evolutionäre Kompass hat ein Veto-Recht bei Projekten, die den Grundwerten widersprechen. Dies ist eine spezifischere, rollengebundene Ausprägung des Konsent-Prinzips.