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Digitale Souveränität

Kurzdefinition

Die Fähigkeit einer Organisation, die absolute Kontrolle über ihre eigenen Prozesse, Datenströme und Kernwerkzeuge zu behalten – nicht dogmatischer Verzicht auf globale Software, sondern bewusste Vermeidung strategischer Abhängigkeiten.

Zwei strategische Kernrisiken

1. „Walled Garden”-Dilemma (Daten-Silos)

Wertvolle operative Unternehmensdaten werden in geschlossenen Ökosystemen von Drittanbietern gefangen gehalten. Ein freier, KI-gestützter Datenfluss über Abteilungsgrenzen hinweg wird technisch oder monetär blockiert.

2. Margen-Dilemma (Vendor Lock-in)

Durch tiefe Integration monolithischer Anbieter entstehen Monopolstellungen. Unternehmen sind Preiserhöhungen schutzlos ausgeliefert. Switching Costs sind astronomisch.

Konkrete Maßnahmen bei jumankai

  • Bevorzugung europäischer Lösungsanbieter
  • Warnung vor US-Cloud Act und geopolitischen Abhängigkeiten
  • Unterstützung von Open Source als Gemeinwohlbeitrag
  • Datenhoheit beim Kunden als Architekturprinzip
  • Build or Buy-Beratung unter Souveränitätsaspekten

Abgrenzung

BegriffBedeutung
Digitale SouveränitätKontrolle über eigene digitale Infrastruktur
Datenschutz / DSGVORechtlicher Rahmen für Personendaten
IT-SecuritySchutz vor Angriffen und Datenverlust

Siehe auch